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Historie

 

Die Siechenstraße und die gleichnamige Kapelle haben ihren unverwechselbaren Charakter bis in die heutige Zeit bewahren können.

Die Versorgung von hilflosen Alten, Kranken und Armen war seit dem frühen Mittelalter eine seelsorgerische Aufgabe, oft den Klöstern angegliedert, häufig aber auch städtische Einrichtung aus der Stiftung wohlhabender Bürger oder Zünfte. Bei unserem Objekt handelt es sich um solch eine Stiftung. Der Waffenschmied Klaus Schmidt ließ um 1490 die Hospitalkapelle St. Lazarus und das Siechenhospital errichten.

Mitte des 17. Jahrhunderts wurde auf dem Hof das so genannte Up-Hus errichtet, bekannt auch als das älteste erhaltene Fachwerkhaus der Stadt. Das Siechenhospital und das Up-Hus waren zu jener Zeit ein Domizil verarmter alter Frauen und der "Freiheitsbewohner". So bezeichnete man unverschuldet in Armut geratene Familien. Damals waren die Räume schlicht und schmucklos eingerichtet. Doch vom Frühling bis in den späten Herbst schmückten Blumen aus den nahegelegenen Gärten und Wiesen die kleinen Zimmer. Heute ist von der Kargheit jener Jahre nichts mehr zu spüren. Einzig die immer anwesenden Blumen knüpfen an die Tradition an. Das gesamte architektonische Ensemble wurde sorgfältig rekonstruiert bzw. restauriert.

Im Jahr 2005 erhielt Frau Gabriele Lettow für die Sanierung und Erhaltung des "Up-Hus-Idyll" den Brandenburgischen Denkmalpflegepreis. "Die Leistungen von engagierten Denkmaleigentümern und anderen ehrenamtlich Tätigen sind ein unverzichtbarer Baustein bei der Sicherung unseres kulturellen Erbes. Durch ihren Einsatz werden uns nicht selten verloren geglaubte Bestandteile unserer Brandenburger Identität zurückgegeben", sagte die Brandenburgische Kulturministerin Wanka in der Orangerie im Neuen Garten in Potsdam bei der Preisverleihung.

 
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UP HUS IDYLL, Siechenstr. 4, 16816 Neuruppin
Telefon: 03391.39 88 44 - E-Mail: lettow@up-hus.de